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Gries Deco Company: Aufstieg, Krise und Zukunft des DEPOT-Mutterkonzerns

Wer in den vergangenen Jahren durch deutsche Innenstädte schlenderte, kam an den auffälligen Schaufenstern von DEPOT kaum vorbei. Duftkerzen, saisonale Dekoration, stilvolle Vasen und gemütliche Wohnaccessoires lockten Millionen Kunden in die Filialen. Hinter dieser beliebten Marke steht die Gries Deco Company – ein Familienunternehmen mit einer Geschichte, die bis in die Nachkriegszeit zurückreicht. Doch was einst als kleine Manufaktur für Christbaumschmuck begann, durchlebt heute eine der schwersten Krisen der deutschen Einzelhandelsgeschichte. Zwei Insolvenzen innerhalb von nur zwei Jahren, Dutzende geschlossene Filialen und ein Eigentümer, der immer wieder ins Zentrum der Kritik rückt – die Gries Deco Company steht an einem Scheideweg.

Die Anfänge: Von Christbaumschmuck zum Deko-Imperium

Die Wurzeln der Gries Deco Company reichen zurück bis ins Jahr 1948. In der Nachkriegszeit gründeten Oskar und Maria Gries im unterfränkischen Niedernberg eine kleine Fabrikation für künstliche Früchte und Christbaumschmuck. Es war eine Zeit des Wiederaufbaus, und die Nachfrage nach erschwinglichem Schmuck für das Zuhause war groß. Was als bescheidener Handwerksbetrieb begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einem ernstzunehmenden Handelsunternehmen.

Die entscheidende Transformation vollzog sich in den 1990er und 2000er Jahren, als die Familie Gries das Geschäftsmodell grundlegend umstellte. Statt nur zu produzieren, wurde der Schritt in den Einzelhandel gewagt. Unter dem Markennamen DEPOT entstanden Filialen, die sich auf Wohnaccessoires, Dekorationsartikel und Kleinmöbel spezialisierten. Das Konzept traf einen Nerv: Stilvolle Einrichtungsgegenstände zu moderaten Preisen, regelmäßig wechselnde Kollektionen und ein inspirierendes Einkaufserlebnis machten DEPOT schnell zu einer festen Größe im deutschen Non-Food-Einzelhandel.

Neben der Kernmarke DEPOT baute die Gries Deco Company weitere Standbeine auf. Die Marke Rooms bediente ein etwas gehobenes Einrichtungssegment, während ipuro sich als einer der führenden Anbieter für Raumdüfte im deutschsprachigen Raum etablierte. Diese Diversifizierung trug dazu bei, dass das Unternehmen verschiedene Kundengruppen ansprechen konnte und nicht ausschließlich von einer einzigen Marke abhängig war.

Expansion und die Migros-Jahre

Einen bedeutenden Meilenstein in der Unternehmensgeschichte markierte die Übernahme durch die Schweizer Migros-Gruppe. Der Schweizer Handelskonzern erkannte das Potenzial der Gries Deco Company und investierte in den Ausbau des Filialnetzes. Unter dem Dach von Migros wuchs DEPOT auf zeitweise rund 400 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Es war eine Phase des rasanten Wachstums, in der das Unternehmen seine Marktposition erheblich ausbaute.

Doch die Partnerschaft währte nicht ewig. Im Jahr 2019 kaufte Christian Gries, der Enkel des Firmengründers, das Unternehmen von der Migros-Gruppe zurück. Für Gries war es eine Herzensangelegenheit: Das Familienunternehmen sollte wieder in Familienbesitz sein. Mit dem Rückkauf übernahm er als geschäftsführender Gesellschafter die volle Verantwortung für die operative und strategische Ausrichtung der Gries Deco Company. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte: Die größten Herausforderungen standen dem Unternehmen erst noch bevor.

Die Marke DEPOT: Mehr als nur Dekoration

Um die aktuelle Situation der Gries Deco Company zu verstehen, lohnt ein genauerer Blick auf das Kernprodukt DEPOT. Die Filialen waren weit mehr als gewöhnliche Einrichtungsgeschäfte. Sie inszenierten Wohnwelten, boten saisonale Themenwelten und sprachen gezielt eine dekorationsbewusste Kundschaft an, die Wert auf Atmosphäre und Ambiente legte.

Das Sortiment umfasste Kerzen und Windlichter, Vasen und Übertöpfe, Tischdekorationen und Textilien, Kleinmöbel und Aufbewahrungslösungen sowie Küchen- und Badaccessoires. Besonders die Saisonwechsel waren für DEPOT von großer Bedeutung. Ob Frühlingsdekoration, Sommergarten-Zubehör, Herbststimmung oder die alljährlich beliebte Weihnachtskollektion – das Geschäftsmodell lebte davon, Kunden regelmäßig in die Filialen zu locken, um die neuesten Trends zu entdecken.

Ergänzend zum stationären Handel betrieb die Gries Deco Company auch einen Onlineshop, über den Kunden das gesamte Sortiment bequem von zu Hause aus bestellen konnten. Allerdings blieb der Schwerpunkt lange Zeit klar auf dem Filialgeschäft – eine strategische Ausrichtung, die sich in der Rückschau als problematisch erweisen sollte.

Die erste Insolvenz 2024: Schutzschirmverfahren als Rettungsversuch

Im Juli 2024 traf die Nachricht die Branche wie ein Donnerschlag: Die Gries Deco Company beantragte beim Amtsgericht Aschaffenburg ein Schutzschirmverfahren. Dieses Instrument des Insolvenzrechts ermöglicht es Unternehmen, unter gerichtlicher Aufsicht einen Sanierungsplan zu erarbeiten, ohne sofort die Kontrolle an einen externen Insolvenzverwalter abgeben zu müssen.

Die Ursachen für die finanzielle Schieflage waren vielschichtig. Die Corona-Pandemie hatte dem stationären Einzelhandel schwer zugesetzt. Während der Lockdowns blieben die Filialen geschlossen, laufende Kosten wie Mieten und Personalaufwendungen liefen jedoch weiter. Hinzu kamen gestiegene Beschaffungskosten, unterbrochene Lieferketten und ein verändertes Konsumverhalten der Verbraucher, die zunehmend online einkauften.

Nur wenige Wochen nach dem deutschen Verfahren beantragte auch die österreichische Landesgesellschaft Depot Handels GmbH im August 2024 ein Insolvenzverfahren. In Österreich war laut Creditreform keine Sanierung geplant; stattdessen wollte die deutsche Muttergesellschaft auf eigene Kosten einen Teil der Filialen erwerben und kurzfristig weiterführen.

Noch dramatischer verlief die Entwicklung in der Schweiz. Ende Januar 2025 meldete die Depot CH AG mit Sitz in Frauenfeld Konkurs an. Sämtliche 34 Schweizer Filialen stellten nach Ladenschluss den Betrieb ein. Einige der Standorte wurden später von der Drogeriemarktkette Rossmann übernommen. Damit war der internationale Rückzug der Gries Deco Company besiegelt.

Restrukturierung und Neustart: Die GDC Deutschland GmbH

Im Zuge des Schutzschirmverfahrens wurde das deutsche Geschäft rückwirkend zum 1. April 2025 in eine neue Gesellschaft überführt: die GDC Deutschland GmbH. Diese sollte die wesentlichen Vermögenswerte der alten Gries Deco Company übernehmen und den Betrieb unter neuem Dach fortführen. Der Gläubigerausschuss stimmte dem entsprechenden Kaufvertrag zu.

Gleichzeitig holte sich Christian Gries Verstärkung für die Geschäftsführung. Marco De Benedetti, der ehemalige Deutschlandchef von Tupperware, wurde als neues Mitglied der Geschäftsführung installiert. Mit ihm an Bord sollte die Restrukturierung professionalisiert und das Unternehmen auf einen nachhaltigen Wachstumspfad gebracht werden.

Doch schon während dieser Phase zeichnete sich ab, dass die Probleme tiefer lagen als zunächst angenommen. Das Filialnetz war bereits von rund 400 auf gut 150 Standorte geschrumpft. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten ihre Arbeitsplätze verloren. Und die strukturellen Herausforderungen des stationären Einzelhandels – steigende Mieten, Online-Konkurrenz, zurückhaltende Konsumenten – waren alles andere als verschwunden.

Die zweite Insolvenz 2026: Wenn der Neustart scheitert

Nur ein Jahr nach Abschluss der ersten Sanierung kam im Mai 2026 die nächste Hiobsbotschaft. Die GDC Deutschland GmbH beantragte beim Amtsgericht Aschaffenburg erneut die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Es war die zweite Insolvenz innerhalb von knapp zwei Jahren – ein alarmierendes Signal für Gläubiger, Mitarbeiter und Geschäftspartner gleichermaßen.

Die Gründe, die Christian Gries für die erneute Schieflage anführte, spiegelten die Realität des deutschen Einzelhandels wider: internationale Zölle, die wachsende Online-Konkurrenz durch Billigplattformen wie Temu, und eine anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher. „Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise“, erklärte Gries gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Brancheninsider äußerten jedoch auch Kritik an der Unternehmensführung selbst. Die Wirtschaftswoche berichtete im Juli 2026, dass Insider vor allem einen Verantwortlichen für den Niedergang der Dekokette sehen: Inhaber Christian Gries persönlich. Die Frage, inwieweit strategische Fehlentscheidungen, mangelnde Digitalisierung und eine zu zögerliche Neuausrichtung zum wiederholten Scheitern beigetragen haben, wird in der Branche kontrovers diskutiert.

66 Filialen vor dem Aus: Die Schließungswelle im Sommer 2026

Ende Juni 2026 veröffentlichte DEPOT auf seiner Website eine offizielle Liste mit Filialschließungen, die das Ausmaß der Krise schonungslos offenlegte. Insgesamt 66 der verbliebenen 155 Filialen sollten geschlossen werden. Das Unternehmen formulierte es so: „Von folgenden Filialen müssen wir uns schweren Herzens in Kürze verabschieden.“

Die Schließungsliste las sich wie ein Querschnitt durch die deutsche Handelslandschaft. Betroffen waren Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Stuttgart ebenso wie mittelgroße Städte wie Bayreuth, Kempten, Passau, Braunschweig und Zwickau. In den meisten Fällen fanden vor der endgültigen Schließung Räumungsverkäufe statt, die bis Ende Juli 2026 andauern sollten.

Nach Abschluss dieser Welle sollten laut Christian Gries vorerst noch gut 80 DEPOT-Filialen übrig bleiben. Er schloss jedoch ausdrücklich nicht aus, dass weitere Standorte folgen könnten, da die Verhandlungen mit Vermietern noch andauerten. Rund 330 Beschäftigte verloren durch die Schließungen ihren Arbeitsplatz.

Der Suchbegriff „Räumungsverkauf“ gehörte Anfang Juli 2026 zu den meistgesuchten Begriffen bei Google in Deutschland – ein Zeichen dafür, wie groß das öffentliche Interesse an der Schließungswelle war und wie viele Menschen nach Schnäppchen in den betroffenen Filialen suchten.

Führungswechsel und Verlust der Zentrale

Parallel zu den Filialschließungen kam es im Juli 2026 zu weiteren dramatischen Entwicklungen bei der Gries Deco Company. Christian Gries stellte den erst 2025 eingesetzten CEO Marco De Benedetti mit sofortiger Wirkung frei und übernahm selbst wieder die operative Kontrolle über das Unternehmen. Der abrupte Führungswechsel wurde in der Branche als Zeichen interner Konflikte über den richtigen Sanierungskurs gewertet.

Beinahe zeitgleich traf das Unternehmen ein weiterer Schlag: Der Vermieter der Unternehmenszentrale in Großostheim kündigte wegen Mietrückständen den Mietvertrag. Die verbliebenen rund 200 Verwaltungsmitarbeiter wurden ins Homeoffice geschickt, während gleichzeitig weitreichende Personalfreistellungen angekündigt wurden. Ein Unternehmen ohne Zentrale, ohne festen CEO und mit einem schrumpfenden Filialnetz – die Lage der Gries Deco Company wirkte im Sommer 2026 düsterer denn je.

Der Einzelhandel in der Krise: DEPOT ist kein Einzelfall

Die Probleme der Gries Deco Company spiegeln einen größeren Trend im deutschen Einzelhandel wider. Laut dem Ifo-Institut schätzten im April 2026 stolze 17,4 Prozent der deutschen Einzelhändler ihre Lage als existenzbedrohend ein – ein historischer Rekordwert. Die Kombination aus schwacher Konsumstimmung, steigenden Betriebskosten und der wachsenden Dominanz des Onlinehandels setzt den stationären Handel massiv unter Druck.

DEPOT steht dabei in einer Reihe mit anderen prominenten Insolvenzfällen. Der Non-Food-Discounter Mäc Geiz meldete ebenfalls Insolvenz an. Die Baumarktkette Hellweg geriet in finanzielle Schwierigkeiten. Die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte Kette Hammer schloss im Mai 2026 ihre letzten Filialen. All diese Fälle zeigen, dass die Krise nicht branchenspezifisch ist, sondern den gesamten stationären Non-Food-Einzelhandel erfasst hat.

Besonders die Konkurrenz durch asiatische Online-Plattformen wie Temu und Shein hat den Druck auf Anbieter wie DEPOT erhöht. Diese Plattformen können Dekorations- und Einrichtungsartikel zu Preisen anbieten, die für den stationären Handel kaum zu unterbieten sind. Für Unternehmen, die wie die Gries Deco Company auf ein großes Filialnetz mit entsprechenden Miet- und Personalkosten angewiesen sind, wird dieses Wettbewerbsumfeld zur existenziellen Bedrohung.

Lehren aus dem Fall der Gries Deco Company

Der Niedergang der Gries Deco Company bietet wertvolle Lehren für den gesamten Einzelhandel. Erstens zeigt er, dass selbst etablierte Marken mit loyaler Kundschaft nicht immun gegen strukturelle Marktveränderungen sind. Zweitens wird deutlich, wie riskant ein zu starker Fokus auf das stationäre Geschäft in einer zunehmend digitalisierten Handelslandschaft sein kann.

Die Gries Deco Company hat es versäumt, rechtzeitig eine echte Omnichannel-Strategie zu entwickeln, die Online- und Offline-Handel nahtlos miteinander verbindet. Während Wettbewerber längst auf starke digitale Präsenz, Social-Media-Marketing und datengetriebene Kundenbindung setzten, blieb DEPOT zu lange dem klassischen Filialmodell verhaftet.

Drittens wirft der Fall Fragen zur Unternehmensführung auf. Der schnelle Wechsel zwischen externem Management und Eigentümerführung, die wiederholten Insolvenzen und die offensichtlichen Liquiditätsengpässe deuten auf tieferliegende Governanceprobleme hin, die über reine Marktfaktoren hinausgehen.

Wie geht es weiter mit DEPOT und der Gries Deco Company?

Die Zukunft der Gries Deco Company ist zum jetzigen Zeitpunkt ungewiss. Mit gut 80 verbleibenden Filialen und einem laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung steht das Unternehmen vor enormen Herausforderungen. Um langfristig überlebensfähig zu sein, müsste DEPOT sein Geschäftsmodell grundlegend überdenken.

Mögliche Ansatzpunkte wären eine drastische Verkleinerung auf wenige hochprofitable Standorte, eine deutliche Stärkung des Onlineshops, die Entwicklung exklusiver Eigenmarken mit höheren Margen und strategische Partnerschaften mit anderen Handelsunternehmen. Ob die Gries Deco Company die Kraft und die Ressourcen für einen solchen Umbau aufbringt, bleibt abzuwarten.

Eines steht fest: Die Geschichte der Gries Deco Company ist ein lehrreiches Beispiel dafür, wie schnell sich Marktbedingungen ändern können und wie entscheidend es für Unternehmen ist, sich kontinuierlich anzupassen. Ob DEPOT in fünf Jahren noch in den deutschen Innenstädten präsent sein wird, hängt davon ab, ob der Mutterkonzern die richtigen Schlüsse aus den vergangenen Fehlern zieht – und ob der Markt ihm überhaupt noch die Zeit dafür lässt.

Fazit

Die Gries Deco Company steht sinnbildlich für die tiefgreifende Transformation, die der deutsche Einzelhandel derzeit durchlebt. Was 1948 als Familienmanufaktur begann und zeitweise zu einem Imperium mit 400 Filialen heranwuchs, kämpft heute um das nackte Überleben. Zwei Insolvenzen, der Verlust der Unternehmenszentrale, massive Filialschließungen und wiederkehrende Führungsquerelen zeichnen das Bild eines Unternehmens, das den Anschluss an die Realitäten des modernen Handels verloren hat. Für Verbraucher, Mitarbeiter und die gesamte Branche bleibt zu hoffen, dass die Gries Deco Company einen Weg findet, die Marke DEPOT in eine tragfähige Zukunft zu führen. Denn eines ist auch klar: Die Leidenschaft der Deutschen für schöne Dekoration und ein gemütliches Zuhause ist ungebrochen – die Frage ist nur, wer diesen Markt künftig bedienen wird.

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Häufig gestellte Fragen

Wem gehört die Gries Deco Company?

Die Gries Deco Company gehört Christian Gries, dem Enkel des Unternehmensgründers Oskar Gries. Er kaufte das Unternehmen 2019 von der Schweizer Migros-Gruppe zurück und ist seitdem geschäftsführender Gesellschafter. Die Konzernobergesellschaft ist die Christian Gries GmbH mit Sitz in Niedernberg.

Warum ist DEPOT erneut insolvent?

Die GDC Deutschland GmbH, die operative Gesellschaft hinter DEPOT, beantragte im Mai 2026 erneut ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Als Gründe wurden internationale Zölle, die wachsende Konkurrenz durch Online-Plattformen wie Temu und die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher genannt. Hinzu kamen Liquiditätsengpässe und Mietrückstände.

Wie viele DEPOT-Filialen gibt es noch?

Nach der Schließungswelle im Sommer 2026 bleiben vorerst rund 80 Filialen in Deutschland übrig. Vor der ersten Insolvenz 2024 betrieb das Unternehmen noch etwa 400 Standorte. Weitere Schließungen sind nicht ausgeschlossen, da Verhandlungen mit Vermietern noch laufen.

Kann man bei DEPOT noch online bestellen?

Ja, der DEPOT-Onlineshop ist weiterhin aktiv. Trotz der Insolvenz werden Bestellungen entgegengenommen. Allerdings sollten Kundinnen und Kunden die aktuelle Situation im Blick behalten, da sich die Verfügbarkeit und die Lieferbedingungen ändern können.

Was unterscheidet ein Schutzschirmverfahren von einer regulären Insolvenz?

Ein Schutzschirmverfahren ist ein besonderes Sanierungsinstrument im deutschen Insolvenzrecht. Es erlaubt dem Unternehmen, unter gerichtlicher Aufsicht selbst einen Sanierungsplan zu erarbeiten, ohne sofort die Kontrolle an einen externen Insolvenzverwalter abzugeben. Die Gries Deco Company nutzte dieses Verfahren erstmals 2024 und befindet sich seit Mai 2026 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.

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